Ausland

UNO beschließt Untersuchung von IS-Verbrechen

Der UNO-Menschenrechtsrat hat die Entsendung einer Ermittlungsmission zur Untersuchung der durch die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) verübten Gräueltaten beschlossen. Die 47 Mitglieder des Rates verabschiedeten heute einstimmig eine entsprechende Resolution. Elf UNO-Ermittler sollten nach Möglichkeit in den kommenden Wochen in den Irak entsandt werden, sagte ein Sprecher des UNO-Hochkommissariats.

Dem Menschrechtsrat vorliegenden Berichten zufolge hätten IS-Kämpfe Taten verübt, „deren Ausmaß an Unmenschlichkeit unvorstellbar ist“, sagte die stellvertretende UNO-Menschenrechtskommissarin Flavia Pansieri. Dazu gehörten Morde, Zwangskonversionen, Entführungen, Versklavung, Folter und systematische Verfolgung aus religiösen oder ethnischen Gründen.

London will Anti-Terror-Gesetze verschärfen

Großbritannien kündigte unterdessen an, sich mit verschärften Anti-Terror-Gesetzen gegen Angriffe radikaler Islamisten mit britischem Pass zu schützen. Fluggesellschaften sollen künftig ihre Passagierlisten offenlegen, damit ihre Flugzeuge in Großbritannien landen dürfen, so Premierminister David Cameron heute in London.

Polizisten sollen zudem künftig Briten an den Landesgrenzen vorübergehend den Pass abnehmen dürfen, die möglicherweise im Ausland für Terrorgruppen kämpfen wollen. Die Regierung arbeitet laut Cameron überdies an Plänen, Bürgern unter gewissen Umständen die Rückkehr ins Vereinigte Königreich zu verwehren. Zudem sollen die Auflagen für Terrorverdächtige im Inland verschärft werden, indem sie sich etwa im Land nur eingeschränkt bewegen dürfen.

Nach Angaben der Londoner Regierung kämpfen rund 500 Briten für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak und in Syrien. Der IS-Kämpfer, der im August den US-Journalisten James Foley enthauptet hat, soll aus London kommen. Am Freitag hatten die Briten erstmals seit 2011 ihre Terrorwarnstufe angehoben. Es gilt nun die zweithöchste Warnstufe „ernst“ auf der fünfstufigen Skala.

Modellautoaffäre in Bayern: Haderthauer erklärt Rücktritt

Bayerns Staatskanzleichefin Christine Haderthauer (CSU) hat wegen der sogenannten Modellautoaffäre ihren Rücktritt erklärt. Das gab die CSU-Politikerin heute Abend bei einem kurzfristig anberaumten Pressetermin in München bekannt. Sie habe Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) diesen Entschluss bei einem Gespräch zuvor mitgeteilt.

Zur Begründung sagte Haderthauer, es gelte weiterhin, dass allein wegen der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens kein Rücktritt notwendig sei. Es erfordere aber Kraft und Konzentration, um die vielen im Raum stehenden Fragen zu beantworten. Das habe für sie absolute Priorität.

Haderthauer stürzte über die seit Wochen schwelende Affäre um das Unternehmen Sapor Modelltechnik. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugsverdachts gegen die CSU-Politikerin. Hintergrund ist eine Anzeige, die der frühere Mitgesellschafter von Sapor Modelltechnik eingereicht hatte. Darin wirft der französische Geschäftsmann Roger Ponton dem Ehepaar Hubert und Christine Haderthauer vor, ihn um mehrere 10.000 Euro geprellt zu haben. Die Firma verkaufte Modellautos, die von Straftätern in der Psychiatrie hergestellt wurden.

Seehofer zollt Haderthauer „Respekt“

Seehofer nahm den Rücktritt seiner Staatskanzleichefin „mit Respekt“ zur Kenntnis. „Christine Haderthauer hat als Sozialministerin und Staatskanzleiministerin hervorragende Dienste für den Freistaat Bayern geleistet und ihre Ämter stets korrekt geführt“, so der CSU-Chef. Er bedauere es persönlich, „mit ihrem Rücktritt ein meinungsstarkes und couragiertes Kabinettsmitglied verloren zu haben“.

Weltkriegsgedenken: Tusk sieht Parallelen zur Gegenwart

Spielt der Zweite Weltkrieg symbolisch in Ereignisse der Gegenwart hinein? Am Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren auf der Westerplatte bei Gdansk (Danzig) hat der polnische Premier Donald Tusk bewusst auf momentane Entwicklungen Bezug genommen.

„Wenn wir heute auf die Tragödie der Ukrainer blicken, auf den Krieg im Osten unseres Kontinents, dann wissen wir, dass sich der September 1939 nicht wiederholen darf“, so Tusk. Es sei nicht die Zeit für schöne Worte oder naiven Optimismus, sondern gebe Anlass, Lehren aus 1939 zu ziehen. Das Schlagwort „Nie wieder Krieg“ dürfe kein Manifest der Schwachen sein, so Tusk.

Mehr dazu in „Keine Zeit für schöne Worte“

Merkel rechtfertigt Waffenlieferungen in den Irak

Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel begründet die geplanten Waffenlieferungen in den Irak auch mit einer Bedrohung von Deutschlands Sicherheit. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) müsse aufgehalten werden, sagte Merkel heute vor dem deutschen Bundestag. Zugleich warnte sie vor einer „humanitären Katastrophe“ in der gesamten Region.

Nach einer Debatte über Merkels Regierungserklärung gab es für die Entscheidung der schwarz-roten Regierung eine klare Mehrheit. Die Links-Fraktion und auch eine Mehrheit der Grünen-Abgeordneten waren dagegen. Die Abstimmung hatte allerdings nur symbolischen Wert. Ein echtes Mitspracherecht - wie etwa bei Auslandseinsätzen der deutschen Bundeswehr - hatte das Parlament in diesem Fall nicht.

Die westliche Militärhilfe für Kurden im Kampf gegen IS könnte dabei helfen, den Vormarsch der Dschihadisten zu stoppen - und dafür ein neues Problem zu schaffen, nämlich Geburtshilfe für einen kurdischen Staat zu leisten. Das sagt just Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der die deutschen Waffenlieferungen an die nordirakichen Kurden mitzuverantworten hat.

Mehr dazu in Minister will „Waffenlager“ vermeiden

Libysche Übergangsregierung verlor Kontrolle über Tripolis

Die zurückgetretene libysche Übergangsregierung hat de facto die Kontrolle über die Hauptstadt Tripolis verloren. Ministerien und Staatsgebäude seien von „bewaffneten Milizionären besetzt“, die die Regierungsangestellten am Zutritt hinderten und ihre Vorgesetzten bedrohten, erklärte die Übergangsregierung heute.

Die meisten der bewaffneten Gruppen seien islamistische Milizen, so Übergangsregierungschef Abdullah al-Thani. Die Übergangsregierung hatte in der vergangenen Woche beim Parlament ihren Rücktritt eingereicht. Sie hatte indes ohnehin keine wirkliche Macht in dem Land.

Regierung und Parlament „im Exil“

Ihr Sitz ist aus Sicherheitsgründen im Osten des Landes, weil sie so dem Einflussbereich von islamistischen Milizen in Tripolis entgehen wollte. Auch das Parlament sitzt 1.600 Kilometer von der Hauptstadt entfernt in Tobruk.

Thani sagte zudem, die Übergangsregierung stehe in Kontakt mit ihren Vertretern in der Hauptstadt und versuche, „aus der Ferne“ die Arbeit aufrechtzuerhalten. Thani wurde zudem vom neuen Parlament aufgefordert, wieder die Regierungsverantwortung zu übernehmen. Das alte, von Islamisten dominierte Parlament in Tripolis akzeptiert die Entscheidungen des neuen Abgeordnetenhauses in Tobruk nicht.

Das Land kommt praktisch seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 nicht zur Ruhe. Islamistische Milizen liefern sich in verschiedenen Regionen immer wieder heftige Kämpfe mit Regierungstruppen sowie untereinander.

Gedenken zum zehnten Jahrestag des Beslan-Geiseldramas

Zehn Jahre nach dem verheerenden Geiseldrama in einer Schule in Beslan hat Russland der Opfer des Terroranschlags gedacht. Mehr als 3.000 Menschen kamen heute zu der Trauerfeier in der russischen Teilrepublik Nordossetien und legten Blumen und Kränze nieder. Der russisch-orthodoxe Patriarch Kirill betete in der Hauptstadt Moskau in einem Kloster für die Toten und ihre Angehörigen.

334 Tote

Das Drama von Beslan war der schwerste Terroranschlag in der Geschichte Russlands. 2004 wurden bei der Geiselnahme in einer Schule 334 Menschen getötet, darunter 186 Kinder. Mehr als 30 Islamisten aus der Konfliktregion Nordkaukasus nahmen damals mehr als 1.100 Menschen gefangen, darunter Lehrer und Eltern.

Die Geiselnahme dauerte 52 Stunden. Die Lage eskalierte am 3. September 2004 mit einer Explosion und einem stundenlangen Feuergefecht mit den Sicherheitskräften.

Mütter fordern noch immer Aufklärung

Am Mittwoch wollen die Organisatoren in Erinnerung an die Toten 334 weiße Luftballons steigen lassen. Am Tag zuvor soll ein Requiem aufgeführt werden.

Die russische Staatsführung steht wegen der blutigen Eskalation der Geiselnahme noch immer in der Kritik. Die Selbsthilfegruppe „Mütter von Beslan“ fordert die Kreml-Führung seit Jahren auf, die Tragödie endlich aufzuklären. Noch immer seien die im Sicherheitsapparat für das Blutbad Verantwortlichen nicht bestraft worden, kritisieren die Angehörigen der Opfer sowie Regierungsgegner.

Inland

Steuerabkommen mit Schweiz brachte nur 738,3 Mio. Euro

Das Steuerabkommen mit der Schweiz hat Österreich 738,3 Millionen Euro eingebracht. Ursprünglich sollten die Zahlungen Mitte 2014 auslaufen, doch kamen im Juli und August des Jahres noch 3,6 Millionen zu den bis Ende Juni angelaufenen knapp 735 Millionen Euro hinzu. Das geht aus den heute von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) vorgelegten Zahlen hervor.

Eine Milliarde budgetiert

Die Einnahmen aus dem Steuerabkommen liegen somit unter den Erwartungen der österreichischen Regierung. Diese hatte bereits für 2013 eine „Schwarzgeldmilliarde“ aus der Schweiz ins Budget eingestellt. Die damalige Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) hatte im Detail eine Milliarde Euro als Abschlagszahlung für vergangene Fälle budgetiert, weitere 50 Millionen wurden in der Folge an laufenden jährlichen Einnahmen erwartet.

Sollten in den kommenden Monaten weitere Gelder an die Schweizer Steuerverwaltung übermittelt werden, werden diese Beträge an Österreich weitergeleitet, hieß es.

Mikl-Leitner wird ÖVP-Koordinatorin in Regierung

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner wird nach Angaben der ÖVP neue Regierungskoordinatorin der Partei. Gemeinsam mit ihrem SPÖ-Gegenüber Kanzleramtsminister Josef Ostermayer wird sie damit unter anderen für die politische Vorbereitung der wöchentlichen Regierungssitzungen zuständig sein. Bisher hatte diese Funktion der aus der Regierung ausgeschiedene Finanzstaatssekretär Jochen Danninger.

Hahn für EU-Verkehrsressort im Gespräch

Der österreichische EU-Kommissar Johannes Hahn dürfte aller Voraussicht nach in der nächsten Juncker-Kommission nicht mehr die Regionalpolitik betreuen. Dem Vernehmen nach gilt dieses Dossier für Hahn als unwahrscheinlich, er könnte dagegen ein wirtschaftsorientiertes Ressort wie etwa Verkehr bekommen, erfuhr die APA heute aus EU-Kreisen in Brüssel.

Der designierte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will seine neue EU-Kommission bis zum 10. September zusammengestellt haben. Bis zuletzt hatte Juncker mit einem Frauenmangel in der Kommission zu kämpfen. Aus der EU-Kommission hieß es, die Ressortabgrenzungen würden im Vergleich zu bisher auch neu gezogen.

Tschechische Ministerin will Hahn ablösen

Die Regierung in Prag schickt Vera Jourova, die bisherige Ministerin für regionale Entwicklung, nach Brüssel. Jourova strebt laut Medienberichten die Nachfolge von EU-Regionalkommissar Hahn an. Ob Jourova als mögliche EU-Kommissarin auch die Zuständigkeit für Regionalpolitik erhält, ist derzeit allerdings noch offen.

Jourova traf heute mit Jucker zusammen, um ihr künftiges Portfolio zu diskutieren, wie die tschechische Nachrichtenagentur CTK unter Berufung auf eine Sprecherin berichtete. Nach einem Treffen mit Junckers Kabinettschef Martin Selmayr Anfang August zeigte sich Jourova selbst noch optimistisch, den Posten der EU-Regionalkommissarin zu bekommen.

Gesundheitsministerium erlässt Verbot von Netzbetten

Ende für eine seit Jahrzehnten umstrittene Praxis in der Psychiatrie: Das österreichische Gesundheitsministerium hat heute aus „verfassungsrechtlichen Gründen per Erlass“ ein Verbot der Verwendung von Netzbetten in der Psychiatrie sowie in Heimen verfügt.

Darin ist festgelegt, dass Netzbetten ab 1. Juli 2015 nicht mehr zum Einsatz kommen dürfen, hieß es in einer Aussendung. Patientenvertreter, Menschen- und Bürgerrechtsaktivisten und viele Psychiater hatten die Praxis seit vielen Jahren bekämpft.

„Nicht gebraucht“

Dazu sagte Siegfried Kasper, Leiter der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der MedUni Wien, gegenüber der APA: „Ich bin fest überzeugt, dass man die Netzbetten nicht braucht. Ich habe in Jahrzehnten - unter anderem in Freiburg, Heidelberg, Washington, Bonn und Wien - nie an einer Klinik gearbeitet, an der es Netzbetten gab.“

Wenn man Psychiatriepatienten als Kranke betrachte, müsse man auch deren allfällige Erregungszustände behandeln. Die Tradition von Netzbetten beruhe hingegen auf dem Gedanken der Disziplinierung von psychisch Kranken, so der Experte.

Ende für „dunkles Kapitel“

Die Netzbetten, in denen Patienten praktisch eingesperrt waren, wurden in Österreich jahrzehntelang verwendet. Es kam auch zu Zwischenfällen. Mit der Maßnahme zieht Österreich laut dem Gesundheitsministerium mit den internationalen menschenrechtlichen Standards gleich. Kritik hatte es auch vonseiten der Europäischen Anti-Folter-Konvention des Europarates sowie der Volksanwaltschaft gegeben.

Volksanwalt Günther Kräuter zeigte sich über den Erlass erfreut: „Endlich wird mit der noch in Wien und teilweise der Steiermark gängigen Praxis aufgeräumt, psychisch kranke Menschen in käfigartige Betten zu sperren. Damit erfüllt sich eine langjährige Forderung der Volksanwaltschaft und ihres Menschenrechtsbeirates sowie des Europarates und der Europäischen Anti-Folter-Konvention.“ Ein „dunkles Kapitel der österreichischen Psychiatrie“ werde endgültig geschlossen.

Die Grünen begrüßten den Erlass. „Es ist sehr erfreulich, dass endlich das Verbot von Netzbetten durchgesetzt und damit eine unerträgliche Menschenrechtsverletzung in Österreich beendet wird“, so die Gesundheitssprecherin der Grünen, Eva Mückstein.

„Wien hat die Abschaffung der Netzbetten in der Psychiatrie bis zum letzten Augenblick auf die lange Bank geschoben, jetzt hat diese Hinhaltetaktik endlich ein Ende“, so die Gesundheitssprecherin der Wiener ÖVP, Ingrid Korosec.

TV-Hinweis

Wirtschaft

ÖBB-Aufsichtsratsspitze wird nachbesetzt

Nach Alois Stögers (SPÖ) Wechsel vom Gesundheits- ins Infrastrukturministerium steht im Bahnbereich nun eine Personalentscheidung an. Nach dem Tod des langjährigen ÖBB-Aufsichtsratspräsidenten Horst Pöchhacker muss die Funktion nachbesetzt werden. Es wird allgemein davon ausgegangen, dass die ehemalige Siemens-Direktorin Brigitte Ederer höchstwahrscheinlich den Vorsitz bekommen wird.

Ederer sitzt seit März 2014 im ÖBB-Aufsichtsgremium. Aufsichtsratsvizepräsidenten der ÖBB Holding sind derzeit Ludwig Scharinger und Herbert Kasser sowie der Konzernbetriebsratsvorsitzende Roman Hebenstreit. Für den 11. September ist der nächste Holding-Aufsichtsrat angesetzt.

Die ehemalige Europa-Staatssekretärin und Wiener Finanz-und Wirtschaftsstadträtin Ederer (SPÖ) war im Herbst 2013 vorzeitig aus dem Siemens-Vorstand ausgeschieden. Derzeit ist sie Aufsichtsrätin bei der ÖIAG, bei Infineon Österreich, bei Boehringer Ingelheim in Wien und bei Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment. Bei der Wien Holding ist Ederer Aufsichtsratsvorsitzende.

Hypo-Zivilprozess: Keine Ruhendstellung

Ein Ruhendstellen des Klagenfurter Zivilprozesses der Hypo Alpe-Adria-Bank gegen ehemalige Aktionäre und Manager ist heute gescheitert. Richter Thomas Liensberger hatte den Vorschlag mit dem Hinweis auf die hohen Prozesskosten im Vergleich zum Streitwert in der Höhe von 27 Millionen Euro gemacht, um den Streitparteien Zeit für Vergleichsverhandlungen zu geben.

Die Hypo als Klägerin und bis auf eine beklagte Partei stimmten alle dem Ruhen zu. Einzig der Vertreter des ehemaligen Hypo-Managers, Hans-Jörg Megymorez, lehnte den Vorschlag ab. Ein Ruhen des Verfahrens führe nur zu einer weiteren Prozessverschleppung, meinte der Anwalt und forderte die zügige Fortführung des Verfahrens.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Heißer Herbst für die EU-Freihandelsabkommen

Im Schatten der außenpolitischen Krisen sind die Ausschüsse des EU-Parlaments heute nach der Sommerpause erstmals wieder zusammengetreten. Neben den Krisenherden stehen die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Europas ganz oben auf der Brüsseler Agenda. Die Hoffnung auf positive Impulse für die Stimmung der Wirtschaft durch die Freihandelsabkommen TTIP, TISA und CETA hat sich bis jetzt nicht erfüllt.

Ob das fertig verhandelte Freihandelsabkommen CETA mit Kanada wie geplant am 25. September unterzeichnet wird, steht zudem plötzlich wieder infrage, nachdem bekanntwurde, dass CETA auch ein umfangreiches Kapitel zum heftig umstrittenen Investorenschutz (ISDS) enthält. Eine noch knapp vor der Sommerpause eilig verfasste EU-Verordnung zum Investorenschutz tritt am 17. September in Kraft.

Mehr dazu in fm4.ORF.at

„Stresstest“ wird kritisch: „Bad Bank“ für ÖVAG angedacht

Die teilstaatliche Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) wird den Steuerzahler noch Geld kosten. Dass die Bank beim europäischen „Stresstest“ heuer durchfällt, wenn nicht vorher gegengesteuert wird, gilt als fix. Das sollen mittlerweile auch Berechnungen der Bank zeigen.

Um das Kapitalloch zu füllen, sind neben weiterer Bundeshilfe Geldspritzen von Eigentümern/Genossen im Gespräch, aber auch „Bad Bank“-Varianten.

Laut APA-Informationen kamen zuletzt wieder Ideen auf den Tisch, die ÖVAG könnte ihren vorgegebenen Abbau stark beschleunigen, wenn sie faule Kredite und Assets an die gerade entstehende Abbaugesellschaft der notverstaatlichten Hypo Alpe-Adria auslagern würde. Das wäre eine Totalverstaatlichung der betreffenden Assets.

Zahlungen durch Genossenschafter?

Seit längerem ventiliert wird, dass die neuen EU-Regeln für Bankensanierungen/Abwicklungen um ein bis zwei Jahre vorgezogen werden - namentlich der Teil der Eigentümerbeteiligung. Das hieße, dass bei einer neuerlichen ÖVAG-Hilfe nicht nur die Mehrheitseigentümer (Volksbanken Primärstufe), sondern auch deren Eigentümer - die Genossen - mitzahlen müssten.

Bisher kann Genossenschaftsmitgliedern ein Nachschuss erst im Fall einer Liquidation abverlangt werden, sie könnten also erst im Insolvenzfall solcherart haftbar gemacht werden. Wie im Fall der ÖVAG-Gruppe Genossenschafter-Nachschüsse ohne vorheriges Sondergesetz bewerkstelligt würden, ist nicht bekannt.

Seit Monaten wird für die ÖVAG rund um den „Stresstest“ der europäischen Aufseher ein neues tiefes Kapitalloch erwartet. War bisher von 500 Millionen bis zu einer Milliarde die Rede, so sollen es nach jüngeren Notenbankberechnungen jetzt 600 bis 800 Mio. Euro sein. Für das erste Halbjahr hat die ÖVAG - wieder primär durch Belastungen der Rumänien-Tochter - ihren Verlust auf 203 Mio. Euro verdreifacht.

Rom erhöht Bettensteuer auf bis zu sieben Euro pro Nacht

Schlechte Nachrichten für Rom-Urlauber: In der italienischen Hauptstadt gilt seit heute eine neue Bettensteuer.

Pro Nacht im Hotel müssen Touristen ab sofort neben dem eigentlichen Preis bis zu sieben Euro Steuer hinblättern, wie die Stadtverwaltung auf ihrer Website mitteilte. Mit dem Geld will die tief in den roten Zahlen steckende Hauptstadt ihre Einnahmen verbessern. Pro Jahr besuchen etwa zwölf Millionen Menschen Rom.

Teilweise verdoppelt

In Hotels mit einem oder zwei Sternen beträgt die Bettensteuer statt bisher zwei Euro ab sofort drei Euro pro Nacht. Dreisternhäuser liegen nun bei vier und Viersternhäuser bei sechs Euro - in beiden Kategorien hat sich die Steuer damit verdoppelt. Bei Luxusherbergen mit fünf Sternen stieg die Steuer gar um 133 Prozent - von drei auf sieben Euro.

Das Geld soll nach Angaben der Stadtverwaltung unter anderem in den Ausbau der Infrastruktur gesteckt werden. Reiseveranstalter kritisierten den Kostensprung für Touristen.

ZIB2

SPÖ-Gesundheitsministerin Oberhauser im Interview

Alles neu in der Regierung, der Ton, der Stil, das Personal. Doch das Regierungsduo Werner Faymann/Reinhold Mitterlehner hat jetzt auch Dauerprobleme zu lösen, wie etwa die Frage nach einer Steuerreform und die Frage, wie man das Image der Regierungsparteien wieder verbessern könnte. Davon war bei der heutigen feierlichen Angelobung natürlich weniger die Rede. Wie es für die Regierung weitergehen kann und was gerade im Gesundheitsbereich geplant ist, dazu ist die neue SPÖ-Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser live zu Gast in der ZIB2.

FPÖ-Chef Strache im Sommergespräch

Eine erste Analyse des ORF-Sommergesprächs mit Heinz Christian Strache, Politologe Peter Filzmaier ist live zu Gast.

Schulalltag im Krieg in der Ukraine

Ein erster Schultag mitten in den Auseinandersetzungen in der Ostukraine. Christian Wehrschütz hat sich in einer Reportage angesehen, wie die Kinder von Donezk den Krieg erleben. Außerdem eine Liveschaltung nach Donezk.

Der Blick der Russen auf die Ukraine

Wie sieht die russische Zivilgesellschaft die Propagandaschlacht rund um die Ukraine? Beate Haselmayer mit einer Erkundung aus Moskau. Zu den politischen Wirren schalten wir auch live in die russische Metropole.

Der Sommer, eine Bilanz

Es war kein langer, heißer Sommer, sondern ein Sommer der Wetterextreme. Eine Bilanz zum Beginn des astronomischen Herbsts.

Sport

Tennis: Thiem sagt für Davis-Cup ab

Österreichs Team muss im Davis-Cup-Duell gegen Lettland in zwei Wochen ohne Dominic Thiem auskommen. Der ÖTV-Shootingstar will nach den US Open in New York, wo er mit dem Achtelfinal-Einzug für Aufsehen sorgte, einen Gang zurückschalten. „Es tut mir extrem leid, aber mein Körper braucht eine Pause“, sagte der Niederösterreicher, der als letztes großes Saisonziel das Turnier in der Wiener Statthalle anpeilt. Coach Günther Bresnik ist jedoch überzeugt, dass Österreich auch ohne Thiems Hilfe einen Auswärtssieg gegen Lettland schafft.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Bundesliga: Austria sucht Ausweg aus Sumpf

Die Wiener Austria steckt tief im Sumpf. Nur ein Jahr nach dem Einzug in die Gruppenphase der Champions League zieren die „Veilchen“ das Tabellenende. Am Verteilerkreis schrillen aber nicht erst seit dem 1:2 bei der Admira in der siebenten Runde die Alarmglocken.

„Peinlich, ich schäme mich“, findet nicht nur Finanzvorstand Markus Kraetschmer. Die Ratlosigkeit bei Trainer Gerald Baumgartner und seinen Spielern ist groß. Kraetschmer kündigte Veränderungen in der Transferperiode an. Nur die Ablöse von Trainer Baumgartner ist offiziell weiter kein Thema.

Mehr dazu in sport.ORF.at

Chronik

Warnstreik legte deutschen Bahnverkehr lahm

Ein Warnstreik bei der Deutschen Bahn hat heute Abend Tausende Berufspendler und Fernreisende getroffen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte heute ein neues Tarifangebot der Bahn abgelehnt und ihre Mitglieder zu einem deutschlandweiten dreistündigen Warnstreik im Personen- und Güterverkehr aufgerufen.

GDL-Sprecher Stefan Musiol sprach in Frankfurt von erheblichen Auswirkungen auf den Bahnverkehr. Neben Lokführern waren auch Zugsbegleiter und Lokrangierführer zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

Weitere Streiks können folgen

Anzeigetafeln in den Bahnhöfen kündigten schon kurz nach Streikbeginn um 18.00 Uhr Zugsausfälle und Verspätungen im Fernverkehr und auf Regionalstrecken an. In Berlin etwa ging es um angekündigte Verspätungen von bis zu zwei Stunden. Im Berliner Hauptbahnhof wurde es schlagartig ruhig. Streikposten verteilten Flugblätter. Vom Warnstreik Betroffene könnten sich ihre Fahrscheine kostenlos erstatten lassen, hieß es in einer Mitteilung der Bahn.

Die Lokführergewerkschaft will dem ersten Warnstreik ein oder zwei weitere folgen lassen, wenn die Deutsche Bahn kein Angebot für kürzere Arbeitszeiten für das gesamte Zugspersonal vorlegt.

Mindestens 21 Tote bei Busunglück in Ghana

Bei einem Busunfall sind im westafrikanischen Ghana mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als zehn Menschen seien in kritischem Zustand, berichteten örtliche Radiostationen heute.

Das Unglück geschah gestern Abend auf einer Straße zwischen der Hauptstadt Accra und der zweitgrößten Stadt Kumasi. Der Busfahrer habe ein Fahrzeug überholen wollen. Dabei stieß er mit einem anderen Wagen zusammen. Ein drittes Fahrzeug krachte in die beiden anderen. Rettungskräfte brauchten mehrere Stunden, um die Toten und Verletzten zu bergen.

Kunde erschießt Beamten in deutschem Finanzamt

Ein Mitarbeiter des Finanzamts in Rendsburg im deutschen Bundesland Schleswig-Holstein ist heute von einem Kunden erschossen worden. Ein Mann habe gegen 10.00 Uhr das Amt betreten und das spätere Opfer aufgesucht, sagte ein Polizeisprecher.

Im Laufe des Gesprächs habe der Täter zur Waffe gegriffen und auf den Finanzamtsmitarbeiter geschossen. Dieser starb später im Krankenhaus. Der Täter, ein Mann zwischen Mitte und Ende 50, wurde festgenommen.

Der mutmaßliche Schütze ist Steuerberater. Der Mann stamme aus einem Nachbarort der Stadt in Schleswig-Holstein, bestätigte ein Polizeisprecher entsprechende Medienberichte. Demnach soll es im Finanzamt in Rendsburg lautstarken Streit im Dienstzimmer gegeben haben, bevor die tödlichen Schüsse auf den Beamten fielen. Über die Tatwaffe und das Motiv machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Almbauern melden mehrere Schafrisse durch Bären

Wieder hat ein Bär in Finkenstein in Kärnten zumindest ein Schaf gerissen. Das meldete der Obmann der Almgemeinschaft der Orte St. Job und Sigmontitsch, Markus Mertel. Bisher habe es heuer bereits fünf tote Schafe gegeben, 16 werden noch vermisst.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

DNA-Test verweist auf Wolf: Tote Schafe auch in Salzburg

Im Gebiet des Zwölferhorns bei St. Gilgen (Flachgau) treibt sich ein Wolf herum. Auf einer Alm hat er zwei Schafe gerissen. Dass es sich tatsächlich um einen Wolf handelt, hat ein Speziallabor in Lausanne durch eine DNA-Untersuchung nachgewiesen.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

IT

Netflix: Abo in Österreich soll 7,99 Euro kosten

Während der Termin für den Start des Onlinevideodienstes Netflix in Österreich näherrückt, dürften nun die Abopreise durchgesickert sein: Wie das Tech-Blog Engadget.de berichtet, wird man hierzulande und in Deutschland 7,99 Euro pro Monat für das Streaming von Filmen und Serien zahlen müssen. Eine Bestätigung des US-Unternehmens steht allerdings noch aus.

Seitens der PR-Agentur, die den Launch von Netflix in Deutschland und Österreich betreut, verweist man auf APA-Anfrage auf die für 16. und 17. September geplanten Events in Berlin und Wien. Erst dann soll es nähere Informationen zu den unterschiedlichen Abomodellen und dem inhaltlichen Angebot geben.

Regionale Inhalte geplant

Netflix-Chef Reed Hastings hat gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ immerhin bereits angekündigt, für Deutschland auch regionalen Content produzieren zu wollen.

Die Abopreise für Netflix sind aufgrund eines Leaks an die Öffentlichkeit geraten. So konnten Nutzer in Deutschland, die über VPN einen US-Account für Netflix besitzen, die Abomodalitäten sehen. Neben dem Basisangebot um 7,99 Euro für ein Gerät in Standardauflösung gibt es um 8,99 Euro die Möglichkeit, das Angebot auf zwei Geräten in HD zu nutzen. 11,99 Euro werden fällig, wenn Netflix auf vier Geräten in Ultra-HD laufen soll.

Kultur

Claudio Magris erhält FIL-Preis für Literatur

Der italienische Schriftsteller Claudio Magris (75) wird mit dem FIL-Preis für Literatur in romanischer Sprache ausgezeichnet. „Ich bin sehr glücklich, denn ich bin mir sicher, mein Werk wurde in keiner Sprache so gut angenommen wie im Spanischen“, sagte er heute am Telefon, nach der Bekanntgabe des Preisträgers.

Der mit 150.000 US-Dollar (rund 110.000 Euro) dotierte Preis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der lateinamerikanischen Literatur und wird Ende des Jahres auf der Internationalen Buchmesse im mexikanischen Guadalajara verliehen.

Der Germanist Magris erhielt 2009 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Die Werke des früheren Professors für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Triest wurden in über 20 Sprachen übersetzt. Als sein bekanntestes Buch gilt „Danubio“, eine literarische Reise entlang der Donau.

Wurm und Tesar sind neue Mitglieder im Kunstsenat

Der Architekt Heinz Tesar und der bildende Künstler Erwin Wurm werden neue Mitglieder des Österreichischen Kunstsenats. Sie folgen damit den im Frühjahr verstorbenen Künstlern Hans Hollein und Maria Lassnig nach, wie Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) heute bekanntgab.

Zu Tesars prominentesten Bauten zählen das 1987 errichtete Schömer-Haus, das 1999 eröffnete Essl-Museum in Klosterneuburg, die 2000 eingeweihte Kirche in der Donaucity in Wien, das 1993 bis 1995 in ein Haus aus dem 17. Jahrhundert integrierte Keltenmuseum in Hallein und der Hörsaal des I.S.T. Austria in Maria Gugging.

Wurms Werk umfasst Materialskulpturen, Aktionen, Videos, Fotos, Zeichnungen und Bücher. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählen die „One Minute Sculptures“, das „Fat Car Convertible“ und das 2011 bei der Biennale in Venedig vorgestellte „Narrow House“.

21 Künstlerpersönlichkeiten

Der Österreichische Kunstsenat ist eine Gemeinschaft von 21 Künstlerpersönlichkeiten aus den Bereichen Architektur, bildende Kunst, Literatur und Musik. Seine Aufgabe besteht darin, die Anliegen der Kunst in der Öffentlichkeit zu vertreten und die öffentlichen Stellen in wichtigen Fragen der Kunst zu beraten. In die Kompetenz des Kunstsenats fällt auch das Vorschlagsrecht für den Großen Österreichischen Staatspreis und für die Berufung der Staatspreisträger in den Kunstsenat.

Die derzeitigen Mitglieder des Kunstsenats sind damit Tesar, Wurm, Josef Winkler, HK Gruber, Brigitte Kowanz, Ilse Aichinger, Siegfried Anzinger, Christian Ludwig Attersee, Joannis Avramidis, Günter Brus, Friedrich Cerha, Georg Friedrich Haas, Peter Handke, Wilhelm Holzbauer, Friederike Mayröcker, Gustav Peichl, Wolf D. Prix, Arnulf Rainer, Gerhard Rühm, Kurt Schwertsik und Peter Waterhouse.

Streeruwitz führt ORF-Bestenliste an

Auf Platz eins der ORF-Bestenliste im September bleibt der vielseits gelobte Roman „Nachkommen“ von Marlene Streeruwitz, einer der prägnantesten Stimmen der Gegenwartsliteratur. Schauspieler und Autor Robert Seethaler rückt mit „Ein ganzes Leben“ auf den zweiten Platz vor, und „Theater“, der Sammelband sämtlicher Dramentexte George Taboris - anlässlich seines 100. Geburtstages erschienen -, schafft es von Platz acht im September auf Platz drei.

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„Kultur.montag“: 85 Jahre Arnulf Rainer

Das Gefühl, erfolgreich zu sein, habe sich bei ihm nie eingestellt, sagt Arnulf Rainer lachend über sich selbst. Dennoch: Er zählt zu den international renommiertesten – und teuersten – Künstlern des Landes. Zu seinem 85. Geburtstag richtet ihm die Albertina eine umfassende Retrospektive mit Schlüsselwerken aus all seinen Schaffensperioden aus.

Immer noch arbeitet Rainer täglich acht Stunden an jedem Tag der Woche. Ruhestand ist für ihn schlicht unvorstellbar. „Kultur.montag“ hat Rainer in seinem Domizil in Niederbayern besucht.

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Gesundheit

Ebola: Zwei mit ZMapp behandelte Ärzte offenbar geheilt

Zwei mit dem experimentellen Ebola-Medikament ZMapp behandelte Ärzte sind in Liberia als geheilt entlassen worden. Beide hätten ihre Ebola-Infektion überstanden, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums heute mit. Ein dritter in Liberia mit ZMapp behandelter Mediziner war vor einigen Tagen gestorben.

Zuvor waren zwei US-Amerikaner und ein Spanier mit dem Mittel behandelt worden. Die US-Helfer überlebten, der an Vorerkrankungen leidende Spanier starb. Inzwischen erhielt außerdem ein britischer Helfer den Wirkstoff, von ihm wurde noch nicht bekannt, ob er als geheilt gelten kann.

ZMapp war vor diesen Noteinsätzen nur an wenigen Makaken und Rhesusaffen getestet worden. Es gibt außerdem nur eine experimentelle Produktion des Gemischs aus monoklonalen Antikörpern in Pflanzen im Laborausmaß.

Science

Umfrage: Österreicher von Archäologie begeistert

Von der steinzeitlichen Venus von Willendorf über Römerlager bis zu Grabungen im antiken Ephesos: Österreich hat eine lange Tradition in Sachen Archäologie. Das spiegelt sich auch in einer neuen Umfrage wider: 85 Prozent halten Archäologie für wichtig oder sehr wichtig. Zwei Drittel der Österreicher und Österreicherinnen wollen sogar bei archäologischen Forschungen mitmachen.

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