Letzte Meldung

Zweiter Treibstofftank in Tripolis in Brand

Bei dem Großfeuer in der libyschen Hauptstadt Tripolis hat ein zweiter Treibstofftank Feuer gefangen. Die Lage sei „sehr gefährlich“, teilte die libysche Regierung heute mit. Die Feuerwehr versucht seit gestern vergeblich, das Feuer in einem Treibstofflager zu löschen, nachdem dieses bei Kämpfen von Milizen von einer Rakete getroffen wurde.

Österreich zieht Diplomaten ab

Österreich kündigte heute an, seine Diplomaten aus Libyen abzuziehen. Im Außenministerium in Wien wurde erklärt, es sei die Entscheidung getroffen worden, das gesamte österreichische Botschaftspersonal aus Tripolis abzuziehen.

Es gehe darum, so rasch wie möglich das Land zu verlassen. Die Botschaft werde zunächst von Tunesien aus ihre Aufgabe wahrnehmen. Aufgrund der prekären Sicherheitslage in Libyen sei der Schritt notwendig geworden. Eine Reisewarnung habe es bereits zuletzt gegeben. Nun gebe es auch die Aufforderung an alle Österreicher, das Land umgehend zu verlassen, betonte das Außenministerium.

Inland

Asyldebatte: Pröll über Klug empört

In der Debatte über die Entlastung der Asylerstaufnahmestelle Traiskirchen in Niederösterreich und den Vorschlag, Asylwerber in Kasernen unterzubringen, hat Minister Gerald Klug (SPÖ) verhalten reagiert. Für den niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) ist es „unfassbar“, mit welcher „Nonchalance“ Klug die Innenministerin links liegen lasse.

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Bundesheer: Lehrlinge dürfen Heeresführerschein machen

Lehrlingen beim Bundesheer ist es ab sofort möglich, einen Heeresführerschein der Klasse B zu erlangen. Das teilte Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) heute in einer Aussendung mit. Der Erwerb der militärischen Lenkberechtigung kann dabei für die zivile Führerscheinausbildung „umgeschrieben“ werden.

Diese Maßnahme soll das Interesse der Lehrlingsausbildung beim Bundesheer weiter steigern. Gegenwärtig gehört das Heer laut eigenen Angaben zu den größten Lehrlingsausbildern im Land.

Klug ist dabei von dem Wert dieser Reform überzeugt: „Unsere Lehrlinge profitieren von der Bundesheerfahrschule doppelt: Sie sind dadurch berechtigt, ein geländegängiges Heeresfahrzeug zu lenken und sparen sich gleichzeitig die kosten- und zeitintensive zivile Führerscheinausbildung.“

1914-2014: Österreichs Krampf mit dem Gedenkjahr

Am 28. Juli 1914 hat Österreich-Ungarn Serbien den Krieg erklärt und damit den Auftakt zum Ersten Weltkrieg gegeben. Dem wollen etliche Veranstaltungen, Ausstellungen und Publikationen, die sich dem laufenden Gedenkjahr widmen, durchaus Rechnung tragen. Dennoch bleibt der Eindruck, dass das Thema in Österreich ein stiefmütterliches Dasein fristet.

Mit teils ernüchternden Antworten unterstreichen Historiker das gegenüber ORF.at. Im „Heroisieren und Verdrängen“ wird etwa ein „typisch österreichischer“ Zugang geortet. Dazu kommt die dank dem Gedenkjahrbestseller „Die Schlafwandler“ nun „allseits geteilte Schuld“ - offenbar mit ein Grund, dass das Buch gerade hierzulande „so gut ankommt“.

Mehr dazu in „Eine Zeit, in der der Kaiser noch lebte“

Faymann: Auch heute „große Herausforderungen“

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) sprachen sich zum 100. Jahrestag der Kriegserklärung in Aussendungen dafür aus, angesichts der aktuellen Konfliktherde „die richtigen Lehren“ aus den damaligen Ereignissen zu ziehen.

Faymann betonte, dass man nicht nur der „schrecklichen Ereignisse“ des Ersten Weltkriegs gedenke. „Wir müssen uns auch eingestehen, dass wir uns gerade in diesen Tagen und Wochen mit Konfliktherden in Europa und im Nahen Osten konfrontiert sehen, die uns zum wiederholten Male vor große Herausforderungen stellen.“ Es gehe darum, „Frieden in jenen Gebieten zu ermöglichen, wo er derzeit weit entfernt scheint“.

„Das Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs erinnert uns heute daran, wie wichtig es ist, die richtigen Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen“, betonte auch Spindelegger. Nationalismus, Extremismus und Hass seien immer noch eine Bedrohung für den Frieden. „Vor allem auch die aktuellen Geschehnisse im Gazastreifen und der Ostukraine sind traurige Beweise dafür, dass durch Kriege verursachtes Leid auch im 21. Jahrhundert noch Realität ist.“

Ausland

Tote bei Selbstmordanschlag auf Kerosindepot in Nigeria

Bei einem Selbstmordanschlag mutmaßlicher Islamisten in der nordnigerianischen Stadt Kano sind heute drei Menschen und der Täter ums Leben gekommen. Acht weitere seien verletzt worden, als sich ein Selbstmordattentäter in der Nähe einer Verkaufsstelle für Koch-Kerosin in die Luft gesprengt habe, sagte Polizeisprecher Frank Mba.

„Der Attentäter hat sich in die Menge wartender Menschen gemischt“, fügte Mba hinzu. „Es könnte sich um eine Frau gehandelt haben.“ Es wird vermutet, dass die Terrorgruppe Boko Haram hinter der Tat steckt. Sie verübt seit Jahren Anschläge in der Region. In Kano war es der vierte Anschlag binnen 24 Stunden.

König Felipe macht Spaniens Monarchie transparenter

Mitte Juni hat Spaniens neuer König bei seiner Krönung versprochen, die Monarchie zu modernisieren und transparenter zu machen. Heute ließ Felipe VI. seinen Worten Taten folgen. Neue Regeln sollen das schlechte Image des Königshauses aufpolieren, das durch den Steuer- und Korruptionsskandal um seinen Schwager Inaki Urdangarin und seiner Schwester Cristina entstanden ist.

Keine Privatgeschäfte mehr für Königsfamilie

Laut spanischen Medienberichten ist es Angehörigen der Königsfamilie fortan nicht mehr gestattet, privaten Geschäften nachzugehen. Auch Felipes Vater Juan Carlos und Königsmutter Sofia sind davon betroffen. Zudem erließ Felipe strenge Kriterien, nach denen Mitglieder der Königsfamilie Geschenke von Staatsgästen, Unternehmern oder anderen Einrichtungen entgegennehmen dürfen.

Seine Schwestern, Neffen, Schwager, Onkel und Tanten und alle anderen Verwandten, die nicht der königlichen Kernfamilie angehören, dürfen ab demnächst auch keine institutionellen oder repräsentativen Aufgaben mehr übernehmen. Es sei denn, Felipe VI. bittet sie dezidiert darum.

Bessere Finanzkontrolle angestrebt

Auch versucht Spaniens neuer König, mehr Licht und Transparenz in die finanzielle und steuerliche Lage im Madrider Zarzuela-Palast zu bringen. Bereits im kommenden Jahr soll sich eine externe Firma um die Finanzen und die Steuererklärung kümmern, die zudem verstärkt unter die Kontrolle des spanischen Finanzamtes und der Staatsanwaltschaft gestellt werden sollen, damit es zu keinen Unregelmäßigkeiten kommen kann.

Vorerst schaut Felipe weiterhin besorgt auf die Entwicklung im Korruptions- und Steuerhinterziehungsfall um seinen Schwager Inaki Urdangarin, der nun auch direkt Felipes Schwester, Infantin Cristina, betrifft. Der spanische Ermittlungsrichter Jose Castro sieht ausreichend Beweise dafür, dass auch die Schwester des Königs im „Fall Noos“ involviert ist. Ihr Ehemann Urdangarin soll mit einer gemeinnützigen Stiftung namens Noos bis zu sechs Millionen Euro öffentlicher Gelder ergaunert und am Fiskus vorbeigeschleust haben.

Cristina wird vorgeworfen, von den Vergehen nicht nur gewusst, sondern dabei auch geholfen zu haben. Der Richter wirft ihr Steuerhinterziehung und Geldwäsche vor. Ihr könnten bis zu elf Jahre Gefängnis drohen. Bereits im September könnte der Gerichtsprozess beginnen. Der Fall fügte dem Ansehen der spanischen Monarchie großen Schaden zu und war einer der Gründe, warum Felipes und Cristinas Vater Juan Carlos Anfang Juni nach 39 Jahren auf den Thron verzichtete.

Widerstand gegen IS im Irak wächst

Mit Unterstützung der sunnitischen Stämme hat die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS, früher ISIS) ihr erobertes Gebiet im Irak von Mossul Richtung Bagdad ausdehnen können. Mit aller Härte gehen die Dschihadisten seit Beginn der Offensive vor sechs Wochen gegen Christen und Schiiten vor - aber auch gegen sunnitische Stammesführer, die sich nicht unterordnen wollen.

Nun regt sich zunehmend auch bei den eigentlich verbündeten sunnitischen Stämmen Widerstand. Sie wehren sich gegen die Zerstörung von Heiligtümern und die von den Dschihadisten verlangte Unterordnung.

Mehr dazu in „Rache“ für zerstörte Heiligtümer

Österreichs Kirchen für internationales Eingreifen

Die christlichen Kirchen in Österreich fordern in einer gemeinsamen Erklärung ein internationales koordiniertes Vorgehen gegen die IS im Irak. Die österreichische Regierung sei aufgerufen, gemeinsam mit weiteren EU-Ländern bei den Vereinten Nationen für „zweckdienliche Maßnahmen“ einzutreten, um den Terror zu beenden, heißt es in einer heute veröffentlichten gemeinsamen Erklärung von Spitzenvertretern der christlichen Ökumene.

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Boko-Haram-Kämpfer töten 15 Menschen in Kamerun

Bei dem Angriff mutmaßlicher Kämpfer der radikalislamischen Gruppierung Boko Haram sind gestern im Norden Kameruns nach neuen Angaben mindestens 15 Menschen getötet worden. Bei dem Vorfall in der Ortschaft Kolofota sei zudem ein Dutzend Menschen entführt worden, sagte ein Polizist, der an dem Einsatz nach dem Angriff beteiligt ist, der Nachrichtenagentur AFP heute.

Frau von Vizeregierungschef entführt

Unter den Entführten ist auch die Frau eines stellvertretenden Regierungschefs, dessen Haus in Kolofota von den mutmaßlichen Islamisten aus Nigeria angegriffen worden war. Der Regierung zufolge hatten „mehr als 200“ Kämpfer die Ortschaft angegriffen. Das Staatsfernsehen berichtete von Menschen, die bei lebendigem Leib verbrannt worden seien.

Unter den mindestens 15 Toten seien zwei Polizisten und ein Soldat einer Eingreiftruppe, sagte der Polizist, der namentlich nicht genannt werden wollte. Zunächst war von sechs Toten die Rede gewesen. Bei dem Angriff wurde auch die Ehefrau von Vizeregierungschef Amadou Ali verschleppt. Neben dessen Residenz war auch das Haus des örtlichen Stammesführers, Sultan Seiny Boukar Lamine, angegriffen worden. Er war gleichfalls mit seiner Frau und ihren fünf Kindern verschleppt worden.

Tausende fallen Kampf für islamischen Staat zum Opfer

Boko Haram kämpft seit Jahren mit Gewalt im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias für einen islamischen Staat. Bei Anschlägen auf Polizei, Armee und Behörden sowie Kirchen, Schulen und Wohngebiete wurden in den vergangenen Jahren Tausende Menschen getötet. International Schlagzeilen machten die islamistischen Kämpfer auch mit der Entführung von 276 Mädchen aus einer Schule im Ort Chibok.

Zuletzt war es im Norden Kameruns, das an Nigeria grenzt, mehrfach zu Angriffen gekommen, die Boko Haram zugeschrieben wurden. Das schürt Befürchtungen, der Konflikt mit den Islamisten könne sich auf die Region um Nigeria ausdehnen.

Sport

U19-EM: ÖFB-Elf träumt vom Sensationscoup

Mit breiter Brust gehen Österreichs U19-Kicker heute (18.00 Uhr, live in ORF Sport + und im Livestream) ins EM-Halbfinale. Dass dort ausgerechnet Erzrivale Deutschland wartet, macht die Aufgabe noch reizvoller. Scheu vor dem großen Namen zeigen die ÖFB-Jungstars jedenfalls keine.

„Wir haben eine realistische Chance und werden alles investieren“, sagte etwa Florian Grillitsch vor dem Duell im Budapester Ujpest-Stadion. ÖFB-Kapitän Francesco Lovric versprach: „Wir leben hier unser Märchen. Und wir werden um unser Leben laufen, damit es weitergeht.“ Teamchef Andreas Heraf sieht eine realistische Chance.

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Tennis: Österreicher-Duell in Kitz an Haider-Maurer

Andreas Haider-Maurer ist morgen als erster Österreicher in die zweite Runde des mit 485.760 Euro dotierten bet-at-home Cup in Kitzbühel eingezogen. Der 27-Jährige musste zum Auftakt im internen ÖTV-Duell gegen Gerald Melzer aber am Anfang und am Ende hart kämpfen.

Jungstar Dominic Thiem bekommt es in der ersten Runde mit einem Qualifikanten zu tun, schwieriger ist die Aufgabe für Jürgen Melzer, auf den ein frischgebackener Turniersieger wartet.

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Tour de France: Eisel zieht „merkwürdige“ Bilanz

Seine insgesamt zehnte Tour de France hat für Bernhard Eisel und sein Team nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Favorit Chris Froome schied nach wenigen Tagen aus, Ersatzkapitän Richie Porte konnte der zugedachten Leaderrolle krankheitsbedingt nicht gerecht werden.

Das Gelbe Trikot war in der Folge ebenso außer Reichweite wie diesmal sogar ein Etappensieg. Dennoch sei es eine großartige und merkwürdige Tour gewesen, bilanzierte Eisel, der im Verlauf der drei Wochen immerhin von schweren Stürzen verschont geblieben war.

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Wirtschaft

EU-Kommissar Kallas weiter gegen Dobrindts Mautpläne

Den Plänen des deutschen Verkehrsministers Alexander Dobrindt für eine Maut auf allen deutschen Straßen droht nach wie vor eine Ablehnung durch die EU-Kommission.

Einseitige Belastung „niemals akzeptieren“

Es sei „absolut nicht richtig“, wenn in Berlin behauptet werde, die EU-Kommission habe Dobrindts Vorschläge bereits gebilligt, sagte EU-Verkehrskommissar Sim Kallas der „Deutschen Verkehrs-Zeitung“ (Dienstag-Ausgabe) laut Vorabbericht. „Wir werden sehr aufmerksam verfolgen, ob es im deutschen System Diskriminierungen gibt“, unterstrich der EU-Kommissar. Eine einseitige Belastung von Ausländern auf deutschen Straßen, „das werden wir niemals akzeptieren“, kündigte er an.

Kallas signalisierte anhaltende Vorbehalte gegen das Konzept des Ministers, deutschen Autofahrern durch eine Entlastung bei der Kfz-Steuer Ausgleich für künftige Mautkosten zu gewähren. „Das darf niemanden diskriminieren und soll ausreichende Einnahmen bescheren. Und ein direkter Link zwischen Maut und steuerlicher Entlastung ist nicht möglich“, sagte Kallas. Die Kommission sollte Dobrindt bei seinen Plänen nicht weiter entgegenkommen. Kallas erinnerte daran, dass die EU in Slowenien schon einmal ein Vignettensystem abgelehnt habe, weil es Ausländer benachteiligte.

Umstrittene Pläne

Dobrindt hatte Anfang Juli sein Konzept für eine Pkw-Maut auf allen deutschen Straßen vorgestellt und war dabei auf großen Widerstand aus Österreich gestoßen. Seine Pläne sind aber auch innerhalb der Koalition umstritten. CSU-Chef Horst Seehofer sah sich am Wochenende veranlasst, die Einführung der Infrastrukturabgabe mit der Zukunft der großen Koalition zu verknüpfen. „Käme die Maut nicht, würde sich die Frage der Legitimation der Koalition ebenfalls stellen“, warnte er.

Großbritannien erlaubt Fracking auch in Nationalparks

Die britische Regierung will die umstrittene Gasfördermethode Fracking in „außergewöhnlichen Fällen“ auch in Nationalparks erlauben. Die heute in London vor einem neuen Bieterwettbewerb um Förderlizenzen veröffentlichten Richtlinien erlauben Fracking unter bestimmten Umständen auch in weiteren Schutzgebieten wie Welterbestätten und außergewöhnlichen Landschaften.

Wirtschafts- und Energieminister Matthew Hancock sagte, die Gebiete sollten unter anderem durch eine gründliche Überwachung der Fördermethoden geschützt bleiben.

Umstrittener Einsatz von Chemikalien

Bei der Frackingmethode wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Sand, Wasser und Chemikalien in den Boden gepresst, um Gestein aufzuspalten und das darin enthaltene Erdgas zu fördern. Die Technologie ist unter anderem umstritten, weil durch die eingesetzten Chemikalien das Trinkwasser verunreinigt werden könnte. Kritiker befürchten zudem, dass die Methode weitere Umweltschäden anrichten und Beben auslösen können.

Die britische Regierung will dennoch nach dem Vorbild USA das Fracking ausbauen, um Arbeitsplätze zu schaffen, die Wirtschaft anzukurbeln und unabhängiger von Energieimporten zu werden.

Fluggesellschaft Virgin America peilt Börsengang an

Die Fluggesellschaft Virgin America strebt an die Börse. Das geht aus einer Mitteilung an die zuständigen Behörden von heute hervor. Details zur Transaktion wurden jedoch noch nicht genannt. Barclays und die Deutsche Bank sollen den Börsengang federführend organisieren.

Der Billiganbieter Virgin hat im hartumkämpften amerikanischen Markt 2007 seinen Betrieb aufgenommen und steuert 22 Ziele in den USA und Mexiko an. Der umtriebige Milliardär Richard Branson hält über die Virgin Group und einen Hedgefonds 22 Prozent der Virgin-America-Anteile.

Gammelfleisch-Skandal: Engpass bei McDonald’s in China

Rund eine Woche nach Bekanntwerden des Gammelfleisch-Skandals haben viele Chinesen vergeblich bei der Fast-Food-Kette McDonald’s um Burger angestanden. „Ich liebe Burger. Hoffentlich gibt es sie bald wieder im Sortiment“, schrieb ein Kunde im Internet. „Ich vermisse die Cheese-Burger so sehr“, meinte ein anderer.

Nachdem chinesische Behörden gegen einen der wichtigsten Fleischzulieferer wegen Hygieneverstößen ermitteln, hat McDonald’s das Fleisch des Produzenten aus dem Programm genommen. „In der Folge bieten wir derzeit ein reduziertes Menü in unseren Restaurants an“, räumte McDonald’s heute im Internet ein.

Frühestens im August wieder gesamte Auswahl

Das Netzwerk von Lieferanten werde ausgeweitet. „In einigen Restaurants werden wir im frühen August wieder die komplette Auswahl anbieten können. Bei anderen könnte es ein wenig länger dauern“, hieß es weiter in der Mitteilung.

Mit versteckter Kamera hatte ein Fernsehsender Verstöße gegen Hygieneauflagen in einer Fleischfabrik gefilmt. Anschließend hatten Behörden 160 Tonnen Fleisch des Unternehmens konfisziert und fünf Verdächtige festgenommen. Das Unternehmen hatte US-Fast-Food-Ketten in China beliefert. Von anderen Fast-Food-Ketten waren zunächst keine Stellungnahmen zu Engpässen veröffentlicht worden.

EU-Kommission billigt Kauf von Beats durch Apple

Die EU-Kommission hat die drei Milliarden Dollar schwere Übernahme des Kopfhöreranbieters Beats durch Apple durchgewunken. Es gebe keine Wettbewerbsbedenken, weil der gemeinsame Marktanteil der beiden Unternehmen bei Kopf- und Ohrhörern gering sei und es viele globale Konkurrenten gebe, teilte die Kommission heute mit.

Auch die Übernahme des Musikstreamingdienstes von Beats werde Apples Einfluss nicht übermäßig werden lassen, erklärte die Brüsseler Behörde. Unter den Wettbewerbern im Kopfhörermarkt zählte sie auch die Firma Bose auf, die Beats vergangene Woche mit dem Vorwurf von Patentverletzungen verklagt hatte.

Casinolizenzen: Anwälte üben harsche Kritik an Vergabe

Laut den Anwälten, die die Casinos Austria (Casag) heute zur Kritik über drei aktuelle und zumindest vorerst verlorene Casinolizenz-Vergaben in Wien und Niederösterreich vorgeschickt haben, „wären bei einer korrekten Verfahrensdurchführung die Casinos Austria zum Zug gekommen“. Es wurde Beschwerde eingebracht.

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Gesundheit

Hepatitis-E-Viren in Spenderblut in Großbritannien gefunden

Nach dem Fund von Hepatitis-E-Viren in Spenderblut in Großbritannien sind Forderungen nach entsprechenden Tests in der EU laut geworden. Einer heute veröffentlichten Studie zufolge ist einer von fast 3.000 Blutspendern in Großbritannien mit dem Virus infiziert, das Leberkrankheiten auslösen kann.

79 von 225.000 Spenden infiziert

Eine Übertragung des Virus gab es demnach in 18 von 43 Fällen, in denen Patienten dem infizierten Blut ausgesetzt waren. Ein Patient entwickelte demnach eine leichte Form der Hepatitis. Laut der Studie, die im medizinischen Fachjournal „The Lancet“ veröffentlicht wurde, waren insgesamt 79 von 225.000 Blutspenden in Großbritannien mit einer bestimmten Variante des Hepatitis-E-Virus, dem Genotyp 3, infiziert. Menschen können sich über kranke Schweine, verseuchtes Blut oder verunreinigtes Trinkwasser anstecken.

„Wir schätzen, dass es im Jahr der Untersuchung insgesamt zwischen 80.000 und 100.000 menschliche Infektionen mit dem Hepatitis-E-Virus in England gegeben hat“, sagte Forscher Richard Tedder von der englischen Gesundheitsbehörde. Eine ähnliche Verbreitung sei vor Kurzem auch aus anderen europäischen Ländern gemeldet worden. Die Wissenschaftler gingen dennoch davon aus, dass es „keine dringende Notwendigkeit“ für eine Kontrolle von Spenderblut gibt.

In einem Kommentar zu der Studie schrieb jedoch Jean-Michel Pawlotsky vom Henri-Mondor-Krankenhaus in Paris, dass diese Schlussfolgerung „überraschend“ sei. Nach seiner Interpretation der Studienergebnisse sollte eine „systematische Kontrolle“ von Spenderblut auf das Hepatitis-E-Virus in der Europäischen Union erfolgen.

Gefährlich für Menschen mit Immunschwäche

Den meisten Menschen, die sich mit dem Virus infizieren, geht es nach einiger Zeit mit Symptomen wie Appetitverlust oder Fieber wieder gut. Das Virus kann aber für Menschen mit Immunschwäche wie etwa Krebspatienten oder Patienten nach einer Organtransplantation sowie für schwangere Frauen gefährlich sein. Eine Therapie gibt es nicht.

Ebola-Patient könnte in Deutschland behandelt werden

Ein Ebola-Patient aus Westafrika könnte möglicherweise in Hamburg behandelt werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat beim Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) angefragt, ob der Mitarbeiter einer Gesundheitsorganisation dort betreut werden könnte, wie UKE-Sprecherin Christine Trowitzsch heute sagte.

„Wichtiger Mediziner“

„Wir haben daraufhin den Hamburger Seuchenstab aktiviert und in Abstimmung mit allen zuständigen Behörden und öffentlichen Einrichtungen unsere grundsätzliche Bereitschaft erklärt, den Patienten aufzunehmen und zu behandeln.“ Die Sicherheitsvorkehrungen seien so hoch, dass es für Mitarbeiter und Öffentlichkeit keinen Grund zur Sorge gebe. Nach Informationen des „Hamburger Abendblatts“ soll es sich um einen „wichtigen Mediziner“ handeln, der im Kampf gegen Ebola in Sierra Leone bisher viel bewegt habe.

Liberia schließt Grenzen

Als Reaktion auf die verheerende Ebola-Epidemie hat Liberia gestern die meisten seiner Grenzübergänge zu den Nachbarstaaten geschlossen. Ausgenommen seien nur die wichtigsten Einreisepunkte, sagte die Präsidentin des westafrikanischen Landes, Ellen Johnson Sirleaf. Dort würden jedoch Test-Zentren eingerichtet.

Zwei US-Helfer infiziert

Infolge der grassierenden Ebola-Epidemie in Liberia haben sich inzwischen zwei Helfer aus den USA mit dem tödlichen Virus angesteckt. Neben einem 33-jährigen Arzt wurde auch eine Missionarin infiziert, die für die Desinfektion von Schutzanzügen in einem Krankenhaus der Hauptstadt Monrovia zuständig war, wie die karitative Stiftung Samaritan’s Purse gestern mitteilte.

Laut einer Sprecherin der Organisation befinden sich beide Patienten in stabilem Zustand. Die vor Monaten ausgebrochene Ebola-Epidemie in Westafrika hat ihren Ausgangspunkt in Guinea. Insgesamt infizierten sich dort sowie im benachbarten Sierra Leone und in Liberia nach Angaben der WHO bisher fast 1.100 Menschen mit dem Erreger. Bis zum 20. Juli starben mehr als 660 von ihnen an der Krankheit.

Auf Nigeria übergegriffen

In Nigeria wurde am Freitag in der Millionenmetropole Lagos der erste Ebola-Tote gemeldet. Es ist das erste Mal seit Jahrzehnten, dass sich das hoch ansteckende Ebolavirus in der Region ausbreitet. Infizierte leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in heftigen Fällen an inneren Blutungen und Organversagen. Gegen die Krankheit gibt es bisher keine Medikamente.

Bei manchen Erregern verläuft die Seuche in bis zu 90 Prozent der Fälle tödlich. Das Virus wurde erstmals 1976 in der Demokratischen Republik Kongo registriert und ist nach einem dortigen Fluss benannt. Es wird angenommen, dass es vor allem von Tieren wie Fledermäusen übertragen wird, die ihres Fleisches wegen gejagt werden. Unter Menschen reicht schon eine Berührung zur Infektion mit dem Virus.

Chronik

Mädchen bei Kirtag aus Fahrgeschäft geschleudert

In Böheimkirchen (Niederösterreich) ist laut „Niederösterreichischen Nachrichten“ gestern Abend beim Kirtag ein Mädchen schwer verletzt worden. Das neunjährige Kind dürfte aus einem Fahrgeschäft gestürzt sein. Es habe schwere Kopfverletzungen erlitten.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Mann stach Ex-Freundin nieder

In Wien-Meidling ist in der Nacht auf heute eine 36-jährige Frau niedergestochen worden. Die Frau wurde schwer verletzt. Mutmaßlicher Täter ist ihr Ex-Freund. Nach ihm läuft eine Fahndung wegen Mordversuchs.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Vbg.: Vier Jahre Haft wegen sexuellen Missbrauchs

Wegen schweren sexuellen Missbrauchs Unmündiger und Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses ist heute ein 47-jähriger Mann am Landesgericht Feldkirch (Vorarlberg) zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Er soll sein Patenkind mehr als ein Jahr lang zu geschlechtlichen Handlungen gezwungen haben.

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16-Jähriger aus U-Haft entlassen

Der 16-jährige Tatverdächtige, der beschuldigt wird, nach einem Fest in Gaissau (Vorarlberg) eine 20-jährige Frau vergewaltigt zu haben, wurde heute aus der Untersuchungshaft entlassen. Er muss allerdings gerichtliche Auflagen erfüllen.

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Venice Beach: Toter und Verletzte nach Blitzeinschlag

Bei einem heftigen Gewitter auf dem berühmten kalifornischen Strand Venice Beach ist ein Mann tödlich von einem Blitz getroffen worden. Mehrere weitere Strandbesucher wurden nach Angaben einer Feuerwehrsprecherin verletzt, einer von ihnen schwebte in Lebensgefahr. Augenzeugen berichteten, das Gewitter sei gestern plötzlich aufgezogen.

Mindestens 13 Verletzte

Der 20-Jährige half Augenzeugenberichten zufolge bei der Suche nach einem vermissten Schwimmer, als der Blitz einschlug. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos, der junge Mann sei auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben, sagte ein Gerichtsmediziner der Stadt Los Angeles der Nachrichtenagentur AFP.

Die genaue Todesursache stand aber noch nicht fest. Acht weitere Verletzte, unter ihnen ein 15-jähriger Jugendlicher, mussten nach Angaben der Feuerwehr von Los Angeles im Krankenhaus behandelt werden. Weitere fünf Verletzte wurden auf dem Strand versorgt.

Panik ausgebrochen

Augenzeugen zufolge wurde der Himmel über dem Strand plötzlich dunkel, und wie aus dem Nichts schlugen Blitze ein, gefolgt von gewaltigem Donner und Regen. Auf dem Strand brach Panik aus: „Alle haben geschrien“, sagte eine Frau der „Los Angeles Times“. Ein Mann berichtete, sein ganzes Haus habe wegen des Unwetters gewackelt. Er sei nach draußen gerannt und habe gesehen, wie einer seiner Nachbarn, ein Arzt, bei einem der Opfer Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet habe.

In der Gegend gab es dem Wetterdienst zufolge gestern mehrere Gewitter. Bei einem weiteren Blitzeinschlag auf der Insel Santa Catalina wurde nach Polizeiangaben ein 57-jähriger Mann verletzt, der Blitz löste zudem ein Buschfeuer aus.

Video dazu in iptv.ORF.at

16-jährige Japanerin soll Mitschülerin enthauptet haben

Die japanische Polizei hat eine 16-jährige Schülerin festgenommen, die eine 15 Jahre alte Klassenkameradin erwürgt und anschließend enthauptet haben soll. Die mutmaßliche Täterin habe das Opfer zunächst mit einem Metallgegenstand geschlagen, teilten die Ermittler heute in der südjapanischen Stadt Sasebo in der Präfektur Nagasaki mit.

Die Leiche war demnach gestern mit abgetrenntem Kopf und abgetrennter linker Hand in der Wohnung der seit April alleine lebenden 16-Jährigen gefunden worden. Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar. Bekannt ist, dass die Mutter der mutmaßlichen Mörderin im vergangenen Jahr gestorben war und der Vater erneut geheiratet hatte.

Koala überlebt 90-Kilometer-Autofahrt auf Kofferraum

Festgeklammert auf dem Kofferraum eines Wagens hat ein Koalabär eine Reise über eine Schnellstraße im australischen Queensland überlebt. Als einzige Verletzung nach der rund 90 Kilometer langen Tour habe er sich eine Kralle abgerissen, berichtete der nördlich von Brisbane gelegene Australia Zoo, bei dem sich das etwa vier Jahre alte Tier derzeit erholt. „Das ist eine irre Geschichte, dieser Koala hat wirklich Schwein gehabt“, sagte Zooveterinär Claude Lacasse.

Nach Angaben des Tierarztes wurde „Timberwolf“, wie der auf die Behandlung von Koalas spezialisierte Zoo seinen Patienten taufte, am Freitag in der Nähe von Maryborough von dem Wagen angefahren. Geistesgegenwärtig rettete er sich durch einen Sprung auf den Kofferraum, dort blieb er, bis die Familie rund 90 Kilometer weiter auf einem Rastplatz anhielt und ihn entdeckte. Die Zooexperten wollen nun herausfinden, wo genau „Timberwolfs“ Reise begann, um ihn dort auch wieder auszusetzen.

Kultur

Salzburg: „Don Giovanni“ hinter den Erwartungen

Die erste Opernpremiere dieses Festspielsommers hat gestern Abend Mozarts „Don Giovanni“ gegolten. Sven-Eric Bechtolf musste allerdings für seine Inszenierung von Mozarts Da-Ponte-Oper heftige Buh-Rufe des Premierenpublikums einstecken.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at.

Die zweite Arbeit im neuen Da-Ponte-Zyklus von Regisseur Sven-Eric Bechtolf und Dirigent Christoph Eschenbach wird auch, so die Ö1-Kritik als Rückschritt gegen den letzten „Don Giovanni“-Produktionen in Salzburg gewertet - mehr dazu in oe1.ORF.at

„Kultur.montag“: Placido Domingo live zu Gast

In jede neue Produktion gehe er wie ein Student, sagt Regisseur Alvis Hermanis über Placido Domingo und meint das als Kompliment.
Keiner habe sich annähernd so sehr Neugier und Begeisterungsfähigkeit erhalten, wie der Opernstar in rund 50 Karrierejahren.

Bei den Salzburger Festspielen singt Domingo den Grafen Luna an der Seite von Anna Netrebko in „Il Trovatore“. Alle Vorstellungen sind restlos ausverkauft. Domingo ist Stargast in einer Spezialausgabe von „kultur.montag“.

Mehr dazu in tv.ORF.at

Religion

Muslime feiern Ende des Ramadan

Überschattet von den aktuellen bewaffneten Konflikten im Nahen Osten beenden Muslime in aller Welt ab heute mit dem dreitägigen Fest des Fastenbrechens (Eid al-Fitr) den Fastenmonat Ramadan. In diesem Jahr beginnt die Feier in den meisten Ländern am 28. Juli, wegen unterschiedlicher Berechnungsgrundlagen kann das Datum aber regional variieren.

Das Fasten im Ramadan („Saum“) ist eine der fünf Säulen des Islam - neben dem Glaubensbekenntnis („Schahada“), den fünf täglichen Gebeten („Salat“), der Pilgerfahrt nach Mekka („Haddsch“) und dem Geben von Almosen („Zakat“).

Eid al-Fitr drückt die Freude darüber aus, die Entbehrungen des Fastens im neunten Monat des islamischen Mondkalenders gemeistert zu haben. Gläubige Muslime verzichteten im Ramadan von Tagesanbruch bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Irak: Dschihadisten verbieten Feierlichkeiten

Im Irak werden die Feierlichkeiten von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS, früher ISIS) offenbar massiv eingeschränkt. In der nordirakischen Stadt Mossul verboten IS-Kämpfer laut der Nachrichtenagentur dpa den Bürgern heute Früh, zu gemeinsamen Gebeten in die Moscheen zu gehen und zwangen sie zur Rückkehr in ihre Häuser.

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Science

Schakale siedeln sich in der Slowakei an

Schakale scheinen sich in der Slowakei anzusiedeln. Seit rund einem Jahr seien immer häufiger Kadaver und auch lebende Exemplare der wolfsähnlichen Tierart im Osten und Süden des Landes gesehen worden, berichteten Zoologen und Naturparkverwalter dem Internetportal Sme.sk.

Historisch war der Schakal in Mitteleuropa nie heimisch. Er lebt vor allem in Nordafrika und weiten Teilen Asiens, aber auch auf dem Balkan und in der Ukraine. Eben aus der Ukraine wird das Eindringen des Goldschakals in den grenznahen slowakischen Nationalpark Poloniny und die Region Zemplin vermutet.

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